#senfdazu37

FC St. Pauli – 1. FC Heidenheim 3:0

Auch in Liga zwei ändern sich manche Dinge nie. Spätestens ab Spieltag 26 realisiert eine große Gruppe von Mannschaften im tristen und grauen Mittelfeld der Liga, dass diese Saison nicht mehr als eben diese große Langeweile der Tabelle drin sein wird. Wirklich spannend ist es ab diesem Zeitpunkt der Saison nur noch für die 4-5 Truppen mit realistischen Aufstiegschancen und die 6-7 mit ganz anderen Sorgen. Und genau diese von Abstiegspanik Getriebenen, fangen jedes Jahr zu dieser Zeit auf einmal an, wie verrückt Punkte zu sammeln. Das führt mitunter zu ungläubigen Kopfschütteln wenn man sich die Ergebnisse der direkten Konkurrenten vom Wochenende anschaut. Da ist der eigene Sieg dann auf einmal kaum noch was Wert. Dass wir momentan nicht nur fehlerfrei, sondern gegen Ende der Saison größtenteils gegen diese völlig willenlosen Truppen aus dem Mittelfeld spielen, ist ein klarer Vorteil. Zwar kann der Gegner tausend mal beschwören, sich immer noch voll reinzuhängen, aber wenn Buchtmann Dir nach 30 gespielten Sekunden deutlich macht, dass es wehtun könnte, wenn man den Ball nicht freiwillig den braun-weißen gibt – dann wird schnell abgewogen, ob es das noch wert ist. Der perfekte Gegner also. Na dann; Hallo graues Mittelfeld! Hallo 1. FC Heidenheim!


timbo kann zählen!

Die Heidenheimer wählten an diesem Abend die Verwirrungstaktik in Form von Trikots, die mit dem Ordnungsdienst des Stadions verwechselt werden mussten. Aber das war auch so ziemlich das Einzige, was mich in Halbzeit aufheitern konnte. Spätestens nach Einsetzen des Starkregens „rutschte“ (*hüstel*) das Niveau in den Keller. An eine echte Chance kann ich mich nicht erinnern. Halbzeit 2 beglückte uns dann recht früh mit zwei Toren, die von den gegnerischen Fans echte Tiefschläge gewesen sein müssen. Aber mal ehrlich: wie oft haben wir schon Witze darüber gemacht, dass ehemalige Stürmer hier am Millerntor knipsen? Fand ich ganz nett, dass Verhoek da nicht die Ausnahme sein wollte. Danke, John! Mit dem 1-0 war das Spiel schon gelaufen. Erleichterung breitete sich im gesamten Stadion aus. Ein gern willkommener Gast am Millerntor.

Mit dem Besuch der Ostwürttemberger schließt sich für uns ein kleiner Kreis. Seit der Auswärtsniederlage am 14. Spieltag in Heidenheim lautet unsere Bilanz: 9 Siege, 5 Unentschieden und 3 Niederlagen. Bei lediglich 9 Gegentoren in 17 Spielen! Eine Wahnsinnsbilanz. Die sich noch viel besser anfühlt, weil eben nicht der Standardmechanismus des Profigeschäfts befolgt und am Trainer festgehalten wurde. Das klingt alles ein wenig nach der Rückrunde aus der Saison 2014/2015: Abwehr stabilisieren, kaum noch Gegentore fangen und am Ende der Saison ne richtig gute Serie hinlegen. Da wir zudem noch gegen Bochum und Fürth spielen, habe ich viel Hoffnung für den Klassenerhalt. Schließlich fallen die beiden Mannschaften ebenfalls in die Kategorie aus Absatz 1.

Nach dem Spiel ging es dann zur Demo, welche gemütlich unspektakulär verlief und trotz miesem Wetter sehr gut besucht war. Schön! Danach wollten wir dann noch „kurz“ in den Zoo. Die Kopfschmerzen für heute nahm ich lachend in kauf und vollzog komische Tanzbewegungen zu gutbekannten 2-tone-Hits. Selig und erleichtert ging es nach Hause. Besser kann ein langes Wochenende einfach nicht starten..

Nice Guys Sankt Pauli //flippa

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