#senfdazu44

FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 1:2

Seit einer Stunde sitze ich vor dem Rechner und versuche einen Einstieg in diesen Blog zu finden. Völlig vergeblich. Während timbo über den Auswärtssieg in Kiel berichten durfte, kriege ich nämlich mal wieder den Mist ab. Wobei das Ergebnis schlechter klingt, als es tatsächlich war.

Der Wecker holte mich früh aus dem Bett. Vor dem Spiel war wieder Übersteiger verticken angesagt. Der krasse Temperaturanstieg zwischen 9 Uhr (Zielperson verlässt das erste Mal die Wohnung) und 11 Uhr (Zielperson verlässt Wohnung in Richtung Stadion), ist Schuld für den vielen Schweiß beim Verkaufen in Pullover und Jacke. Dabei fiel mir schon auf, wie viele Gästefarben heute unterwegs sind. Und es gefiel mir. Ein voller Gästeblock macht jedes Spiel (auch auf der Gegengerade) lauter.

Die ersten Lacher des Tages dann durch das Team aus der Sprecherkabine. Schön, dass nach Ansage der Aufstellung „Song 2″ angespielt wird, gefolgt von einem kurzem Ausflug zu den „Hells Bells“, bevor „Das Herz von St. Pauli“ mit einem dicken Grinsen im Gesicht genossen werden kann.

Schnell nach dem Anpfiff kippte die Stimmung auch schon wieder. Das 0-2 nach 23 Minuten wurde dann logischerweise vom Ehemaligen besorgt und die Angst wuchs, dass man schon wieder so unter die Räder kommen würde, wie eine Woche zuvor an selber Stelle. Timbo und ich gerieten gar in eine Diskussion über das Jenaer Tor gegen auf Fair-Play hoffende Meppener (folgende Szene). Während des Spiels! Mit timbo diskutieren ist kein Zuckerschlecken. Auch ich war da sicherlich nicht der deeskalierende Part der Diskussionsteilnehmer. Streiten sich Geschwister, wird es zudem selten schön für versehentlich Beiwohnende. Keifend nervten wir also die Umstehenden, während St. Pauli sich auf dem Platz zurück in das Spiel arbeitete. Ich nutze die Gunst der Stunde und richte die folgende Nachricht an meinen Blogkollegen: Ich habe Recht und erkläre diese infantile Diskussion damit an dieser Stelle für beendet, Mr. Pupswindel!

Cenk Sahin half uns mit seinem herrlich ansatzlosen Schuss in den Knick dabei, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu richten. In den zweiten 45 Minuten sind wir dann deutlich besser. Leider ist Tore schießen nicht die Spezialdisziplin dieser Mannschaft und wir bringen uns so, trotz besten Chancen, um einen Punkt. Trotzdem darf nun nicht die ganze Saison in Frage gestellt werden. Ein Blick auf die Tabelle langt, um zu sehen, dass wir bereits (vorausgesetzt Nürnberg gewinnt heute das Frankenderby) gegen Platz 1-4 gekickt haben. So schlecht haben wir gegen die alle gar nicht ausgesehen.Trotzdem immer ärgerlich, wenn Punkte liegen gelassen werden.

Was macht man nach so einem enttäuschenden Spiel? Richtig! Man schleicht sich auf das Reeperbahnfestival auf dem Heiligengeistfeld. Ein Nice Guy war mit so viel krimineller Energie überfordert und hätte sich am liebsten selbst angezeigt. Das Einbruchadrenalin war dann aber auch das Spannendste vor Ort. Wir zogen weiter in Richtung Spielbudenplatz. Dort gab es gute Musik und Gin Tonic für umme. Die Nice Guys Fraktion „Heitere Suffgeschichten“ hatte ihren Spaß.

Nun liege hier leicht verkatert im Wohnzimmer auf der Couch und da euch das schon überhaupt nicht interessiert, erzähle euch nun noch, dass wir einen neuen Teppich haben. Was soll ich sagen: Der Teppich macht das Zimmer erst richtig gemütlich!

Heute Abend dann Horrorfilme auf allen Kanälen. Ich atme tief durch und hoffe das Beste.

Nice Guys Sankt Pauli //flippa

Weitere Berichte:
Stefan Groenveld-Blog: Gegen den Spitzenreiter verloren
BeebleBlox: Um 13 Uhr ist sonst immer Mittagsschlaf


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