#senfdazu53

FC St. Pauli – SpVgg Greuter Fürth 3:0

Kurze Umfrage: Wann habt Ihr das letzte Mal so entspannt die Sonne genossen? Ich für meinen Teil konnte bisher glücklicherweise einige schöne Tage in der Sonne gammeln dieses Jahr. Trotzdem war die Gelassenheit und Glückseligkeit, die einen durchflutete als man aus dem Stadion kam, eine nahezu neue Erfahrung. So lange ist es her, dass wir einen Gegner am Millerntor derart dominierten und einen verdienten Dreier einfuhren. Freudestrahlend saßen wir im Hippiekreis auf dem Boden vorm Clubheim und das Bier schmeckte so herrlich süffig, dass mir da schon vor dem Morgen graute.

Bereits am Freitag trudelte Besuch aus Schottland ein. Gemeinsam wollten wir nach einer Pizza noch kurz zum Zoo, um dann fit für den dringend benötigten Support am Samstag zu sein. Jaja, finde den Fehler. Kurz und Zoo geht leider nicht zusammen und nach einem „kurzen“ Besuch im Dschungel, zappelten wir im Molotow bis das Geld alle war. Am Samstag weckte mich dann der schottische Besuch aus der tiefen Bewusstlosigkeit. Der hatte nämlich bereits geduscht und wollte zum Stadion. Wie zur Hölle hat der das denn geschafft? Völlig zerknittert quälte ich mich hinterher. Vom Vorabend blieb mir in Erinnerung, dass wir als Uhrzeit eindeutig „Eleven“ ausgemacht hatten. Nur der Urheber dieser Idee fehlte. Sein Fahrrad stand ja auch noch vom Vorabend bei Slim Jim´s Pizza rum (und was soll ich sagen; es steht immer noch da…). Später als geplant ging es dann rein ins Stadion. Die Sonne ließ mich sowohl Jacke als auch Pulli direkt kopfschüttelnd ausziehen. Ein herrlicher Tag für einen Heimsieg.

Das merkte man auch der Mannschaft an. Bereits vor dem Spiel wurde die Gegengerade und Südkurve begrüßt. Diese signalisierten dabei direkt maximalen Support und sollten nicht enttäuschen. Der Inhalt meiner mitgebrachten Säcke mit Konfetti wurde zum Einlaufen mindestens zur Hälfte in meinem Bier verteilt, welches damit ungeneßbar wurde. War vielleicht besser so. Die ersten fünf Minuten zeigte die Mannschaft dann genau das, was wir dringend sehen mussten. Im Ergebnis wurde jede Grätsche frenetisch bejubelt und das Tor nach 7 Minuten hob die Stimmung dann endgültig auf die nächste Ebene. Während Kalla und Nehrig alles gnadenlos niedergrätschten, hatten Neudecker, Buchtmann und Daehli einen Sahnetag und der starke Diamantakos (endlich!) besorgte den Rest. Dadurch blieben wir durchgehend gefährlich und verunsicherte Fürther kamen gar nicht erst ins Spiel. Das 2:0 entsprach genau diesem Muster. Neudecker mit Nachsetzen im richtigen Moment und Daehli findet Flum mit ein bisschen Glück. Was für eine Erlösung kurz vor der Pause!


Aktion

Zu „Antifa Hooligans“ liefen dann die Spieler zur zweiten Halbzeit ein. Diese Songauswahl scheint vielen im Stadion sehr wichtig gewesen zu sein. Mir war es ehrlichgesagt egal, aber von offizieller Seite wurde definitiv der richtige Zeitpunkt gewählt für eine Veränderung. Die Fürther sind dann wie erwartet etwas druckvoller nach der Pause. Wen wundert´s! Die haben sich in der Halbzeit bestimmt rote Ohren abgeholt. Wir verteidigen ruhig und nutzen die erste Chance um den Sack zu zumachen. Der Rest des Spiels ist dann Grinsen und Gesang. Die Fans der Spielvereinigung hatten da bereits augenscheinlich den Support eingestellt.


Reaktion

Wie kann eine Mannschaft so ausgewechselt sein? War es „nur“ der starke Support? War der Gegner schwach? Sicherlich ist es an einem solchen Tag eine Mischung aus allem. Es darf außerdem nicht vergessen werden, dass diese Mannschaft bis gestern 37 Punkte gesammelt hatte. Das sind also keine totalen Luftpumpen.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, ist mein schottischer Besuch schon wieder im Celtic Park und durfte grad das 2:0 von Édouard im Old Firm bejubeln (mit einem Sieg gewinnt Celtic die Meisterschaft). Wenn das so weiter geht, dann hat er ein perfektes Wochenende. Und weil es so schön passt, macht Forrest in diesem Moment nach fettem Solo das 3:0 mit dem Pausenpfiff. Mittlerweile mache ich mir Sorgen, dass er den Tag nicht überlebt :)

So schön es gestern war – wir haben noch einen Brocken vor der Brust. Bielefeld lässt sich von bedingungslosem Einsatz sicherlich nicht so beeindrucken wie die Fürther. Schließlich kann die Arminia noch aufsteigen. Machen wir´s noch einmal! Forza!

Nice Guys Sankt Pauli //flippa

P.S.. 4:0 direkt nach der Pause. You´re alive, mate?!

Sonst so:
Stefan Groenveld-Blog – Millernroar
Beebleblox – Stein vom Herzen


0 Antworten auf „#senfdazu53“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


× vier = sechsunddreißig