#senfdazu32

FC St. Pauli – SG Dynamo Dresden 2:0

Man, endlich mal wieder ein Heimsieg! Ich glaube, dass ich mindestens aehnlich lange keinen Blog-Beitrag geschrieben habe, also bestimmt drei Jahre nicht mehr (alternative Fakten). Ich bin da ja eher der Schoenwetter-Schreiberling. Aber ueber Siege schreiben macht einfach Spass und deswegen sitze ich hier nun bei einer kalten Apfelschorle und haue in die Tasten. Allerdings quaelt mich ein mir unbekannter Mac (und ich habe keine Ahnung wie ich hier die Umlaute hinbekomme), Ihr werdet euch fragen: Was isn das fuer ein Doedel? Kann noch nicht mal mit nem Mac umgehen! Und ueberhaupt: Warum zur Hoelle trinkt der nach so einem rauschhaftem Heimsieg Apfelschorle? Jaja, mein wahres Leben besteht leider nicht nur aus unserem magischen FC; nicht immer nur bloggen und am Uebersteiger arbeiten und nach Glasgow fahren, ab und an mal auswaerts und immer zuhause; nein, das wahre Leben besteht momentan aus dem Zwang montags verdammt nochmal richtig hart zu delivern.

Daher heute, zur Ernuechterung aller, nicht nur meiner, also ohne die obligatorische und immer wieder erheiternde Suff-Geschichte. Nicht einmal den sympathischen Kater vom Vorabend kann ich liefern. Kein Suff, kein Staat, lieber nuechtern bleiben!

Also direkt zum Spiel, und dabei konzentriert auf das Wesentliche: Endlich mal gelungenes Pressing-Verhalten! Beide Tore sind Produkte eines sehr mutigen Offensivpressings, welches wir wirklich sehr selten am Millerntor zu Gesicht bekommen. Endlich bringen wir mal ein 1-0 beim Heimspiel in die Halbzeit! Und dann haut Ewald der alte Fuchs voll einen raus: Er wechselt offensive bei eigener Fuehrung. Klar ist der Wechsel Thy fuer Choi positionsgetreu, aber Choi interpretierte die Rolle des zweiten Stuermers doch deutlich defensiver als Lennart Thy. Ich erinnere mich, dass ich vor zwei Jahren mal einen Bericht ueber den damals sehr erfolgreichen daenischen Klub FC Midtylland gelesen habe. Der Klub wurde, laut eigenen Angaben (unser Videoanalyst Andrew Meredith verriet uns mal, dass das auch ein wenig PR ist), zu grossen Teilen basierend auf verschiedenen Algorithmen gefuehrt. Eine der genutzten Statistiken besagte, dass man ein Spiel eher gewinnt, wenn man bei knapper Fuehrung offensiv wechselt, da es dann die Wahrscheinlichkeit deutlicher erhoeht, dass man ein eigenes Tor erzielt, als dass man sich eines fängt. (Ich hab die Sonderzeichen gefunden!!!) Mich als alten Statistik-Fetischisten erfreute das dementsprechend besonders, als die wehrten Herren hinter mir ihrem “Was soll denn das mit Thy jetzt?! Das ist doch total dämlich!” megamäßig Unrecht behalten sollten. Eine weitere Statistik an der sich einige Nice Guys erfreuen konnten: Cenk Sahin hat diese Saison, für unsere Verhältnisse, bereits satte vier Tore erzielt. Alle diese Tore stellten das zweite Tor unseres FCSP im Spiel dar und, noch viel besser, wir haben alle vier Spiele gewonnen. Was ein Heilsbringer! (Das wir diese Saison bisher nur vier Spiele gewonnen haben, lasse ich betont innerhalb der Klammern stehen)


Da! Die Choreo der Nord!

Nach dem Tor von Sahin, kommt mit Gonther dann der dritte Innenverteidiger und wir spielen tatsächlich mit einer Fünferkette, damit auch ja nichts mehr anbrennt. Ich meine in dem Gesicht von Bouhaddouz etwas Enttäuschung bei der Auswechslung gesehen zu haben. schließlich machte es grad Spaß, weil das Pressing funktionierte und Konter gerollt wurden. Der Beton war dann der Endgegner für bereits entmutigte Gegner.

Nach dem Spiel war dann noch kurz sinnloses rumstehen in der Kälte angesagt, bevor es für mich in Richtung Apfelschorle ging. Auch bei uns war natürlich die Halbzeit-Tapete ein Thema. In Zeiten, in denen die Südkurve in Dortmund gesperrt wird, sorge ich mich ein wenig (auch, wenn es nur um eine einzige Tapete ging). Vernünftig zusammengefasst hat es der Übersteiger-Blog (Link unten) und dem ist kaum noch etwas hinzu zu fügen. Nur so viel: Eine Tapete, welche die adressierten Dresdener in den Zaun beißen lässt, haben diese sich nach einer Vielzahl von geschmacklosen Spruchbändern, reichlich verdient. Die Message ist auch richtig, dafür ist aber kein solcher Spruch notwendig gewesen. Pietätlosigkeit stand bestimmt ganz unten auf der Wunschliste mit Zielen dieser Tapeten.

Nice Guys Sankt Pauli //timbo

Auch an den Tasten:

Übersteiger-Blog: 20.Spieltag (H) – SG Dynamo Dresden
Stefan Groenveld-Blog: Brustlöser
BeebleBlox: Klassenkampf, nächster Akt
SouthEndScum: The Boys Are Back!
Millerntor.Hamburg: Pferdeärsche und Ackergäule


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