#senfdazu36

FC St. Pauli – SV Sandhausen 0:0

Anstoßzeiten sind ein Arschloch! Um 17:56 springe ich verschwitzt vom Fahrrad, werfe es achtlos an den Zaun und eile in Richtung Stadion. Ach nee.. abschließen wäre ne gute Idee. Also nochmal zurück und sichtlich genervt, in einer unangenehmen (ballettähnlichen) Position, das oben in den Zaun gehängte Fahrrad anschließen. Doch da! Die im Menge Stadion macht sich bemerkbar! War das ne Torchance? Elfmeter? Ich muss da jetzt sofort rein.

Im Stadion direkt auf einen anderen völlig verspäteten Nice Guy getroffen. Gewitzt wie wir sind, haben wir uns entschieden mal in Richtung Nord zu stehen. Schließlich spielen wir in der zweiten Hälfte auf das Tor. Gerade noch die letzten Minuten der ersten Hälfte mitbekommen. Puh, erstmal runterkommen und schauen, was hier los ist. Wir spielen gegen 10 Mann. Gegen Sandhausen. Seit der 11. Minute. Ohoh…

Jede*r mit Fußballerfahrung weiß, wie schwer es ist, wenn man nur noch 10 Gegenspieler vor sich hat, die nur darauf aus sind, kein Gegentor zu fangen und mit destruktiver Spielweise alles kaputt machen. Mit jeder verstrichenen Minute wächst die Anspannung und der Frust. Dass Sandhausen mit Platz 9 in der Liga nicht zur Gruppe der Gurkenblinden gehört, ist sicherlich auch nicht förderlich. Ein schwieriges Unterfangen also.


Hier drüben scheint ja sogar die Sonne!

Leider sahen das viele Zuschauer auf der Gegengerade nicht so. Meine Güte, was wurde da gemotzt. Flippa im ungewohnten Habitat, fühlte sich gar nicht so richtig Wohl zwischen der ganzen Scheiße die da hervorgebracht wurde.

Der Druck nach vorn war da. Richtig gute Gelegenheiten fehlten leider. Von der rechten Seite (Sahin+Dudziak, später Kalla+Sahin) ging viel Gefahr aus. Die Vielzahl an Flanken fand nur leider keine(n) Abnehmer. Eine Großchance von Nehrig kann auf der Linie geklärt werden, aber ansonsten standen die Baden-Württemberger sicher. Mit verrinnender Zeit schlichen sich dann auch ärgerliche Fehler ein, aber auch das ist normal – schließlich ist Platz 16 kein Siegel für überragende Qualität und die Kraft lässt nach 60-70 Minuten Powerplay auch nach.

Der Dreier wäre wichtig gewesen. Der Auftritt, in Kombination mit dem in Aue, entmutigt etwas, aber die Truppe findet sich bestimmt wieder. Punkte müssen ran! Freitag steht man allerdings vor einer gigantisch schweren Aufgabe; in Nürnberg gibt es selten was für uns zu holen. Erst zwei Mal konnte dort gewonnen werden. Kurzes Quiz für alle: Wann gewannen wir dort das letzte Mal? Habt Ihr die Antwort, habt Ihr ein Lächeln im Gesicht!

Zeit für einen Auswärtsdreier! Forza!

Nice Guys Sankt Pauli //flippa

#timbostaktik4

Dieser Text wurde bereits im Übersteiger #127 veröffentlicht. Nun auch hier im Blog.

Grundformationen

Mit der Beschreibung von Grundformationen ist das so eine Sache. Haben die Bayern unter Guardiola ein 4-1-4-1 oder ein 3-4-3 gespielt? Zählt ein abkippender Sechser zur Viererkette und der aufrückende Außenverteidiger ins Mittelfeld oder gar in den Sturm? Viele Fachmänner können mit den Zahlenspielen in der Fußballjournalistik nichts anfangen, geht es doch um das Spielsystem in Defensiv- und Offensivsituationen und davon gibt es weit mehr als das übliche „die Mannschaft xx spielt heute im 4-2-3-1.“. Es ist eher so: Nennt einfach drei oder vier Zahlen die zusammen eine 10 ergeben, fangt mit einer Vier an und ihr könnt euch sicher sein, dass es diese Formation schon einmal im Weltfußball gegeben hat. Einig ist man sich immerhin darüber, dass die Mannschaften ihre Formation während des Spiels variieren, es jedoch zumindest eine Grundformation gibt.
Wenn die eigene Grundformation mit der des Gegners verglichen wird, geht es darum wie viele Spieler im Verhältnis zum Gegner im Raum verteilt sind. Das Ziel ist einfach: Mit der eigenen Formation soll eine Überzahl in den Fokusbereichen des Spielfelds geschaffen werden. Eine numerische Überzahl führt zwar nicht zwingend zu einem Torabschluss oder einem Ballgewinn, allerdings erhöht sich die Chance enorm. Doch welche Formation ist wann die beste? Wir zeigen die aktuell gängigsten Formationen mit ihren Vor- und Nachteilen.

4-4-2 flach:
„flach“ bedeutet in diesem Fall, dass anstelle einer Raute, wie sie vor zehn Jahren angesagt war (und Bremen 2004 zum Double-Sieger machte), nun eine Doppel-Sechs aufgeboten wird. Dieses System besticht durch Variabilität, welches aber auch Risiken birgt. Während ein Stürmer durchgehend zentrumsfokussiert agiert, kann der zweite Stürmer als falsche Neun wirken und Räume für nachrückende Spieler schaffen. Meist lösen sich ein Sechser und ein Stürmer horizontal, es kann aus dieser Formation aber auch über das Zentrum aufgebaut werden, wenn der Gegner nur einen Sechser aufbietet. In der Offensive steht und fällt der Erfolg des Teams mit der Leistung der falschen Neun, da nur diese Räume schaffen kann. Zur Unterstützung werden deshalb inzwischen häufig die äußeren Mittelfelder nach innen gezogen, wodurch den Außenverteidigern eine zentrale Rolle im Spielaufbau zukommt. Gegen den Ball können leicht Pässe nach Außen provoziert und dann gedoppelt werden, allerdings besteht gegen Teams im 4-2-3-1 eine numerische Unterzahl im Zentrum, welches diesen eine Vielfalt an Möglichkeiten bietet.

4-2-3-1:
Momentan der Shit in Liga Zwei. Im Offensivspiel können die drei offensiven Mittelfeldspieler bei Ballgewinn sofort in Szene gesetzt werden und sehr variabel verschieben. Einer der Sechser kann ebenfalls Einrücken ohne, dass bei Ballverlust zu große Lücken entstehen, da der zweite Sechser rückverteidigt. Die Sechser und die Zehn führen zu enormer Präsenz im Zentrum. Diese muss vom Gegner, egal in welcher Formation, erst einmal zugestellt werden, welches wiederum Räume auf den Außenbahnen ermöglicht, die mit geschicktem Verschiebeverhalten des Zehners in Überzahlsituationen münden können. Nachteilig ist die Einzelbesetzung der Stürmerposition, da dieser positionsgebunden ist und ohne Horizontalbewegungen agiert. Das führt dazu, dass Räume im Zentrum nur schwerlich geöffnet werden können. Einige Teams spielen daher mit einem einrückendem Sechser als Halbstürmer (siehe Rzatkowski 14/15). Im Spiel gegen den Ball sorgen die Sechser ebenfalls für Präsenz im Zentrum und können auch abkippen, falls der Gegner zwei Stürmer aufbietet. Die Überzahl im Zentrum führt zwangsläufig zu einer Unterzahl auf den Flügeln, welches nur durch hohe Laufbereitschaft und geschlossenes Verschieben ausgeglichen werden kann.

3-5-2:
Eine Formation, die uns in Zukunft häufiger begegnen wird. Das System lässt sich mit einem Wort beschreiben: variabel. Eigentlich ist es eine Frechheit es 3-5-2 zu nennen, denn je nach Spielsituation ist es ein 5-3-2, 4-4-2, 3-3-4 oder 4-3-3. Die Dreierkette kann variabel durch die äußeren Mittelfelder zu einer Vierer- oder Fünferkette anwachsen, welches die Räume stark verengt. Hierbei werden allerdings die Flügel vernachlässigt. Die Unterzahl auf den Flügeln führt dazu, dass von den äußeren Mittelfeldern läuferisch, taktisch und technisch höchste Qualität abverlangt wird. Ist diese Qualität vorhanden, erfüllt diese Formation alle Ansprüche: Zwei Stürmer besetzen dauerhaft die Tiefe. Das Zentrum ist mit drei Spielern ausreichend besetzt und die letzte Kette kann in Notsituationen aus fünf Spielern bestehen. Die taktische Feinabstimmung muss aber sitzen, ansonsten können sich die Gegner durch schnelles Verlagern oder strikt vertikales Umschaltspiel recht einfach in die Gefahrenzone kombinieren.

4-3-3:
Ein tolles System, weil es verwirrende Optionen im Umschaltspiel bietet. Nach Ballgewinn stehen drei tiefe Anspielstationen zur Verfügung, welche den Gegner bei guten Passläufen in Unterzahl bringen. Durch hohes Verschieben der Stürmer können die Räume geöffnet werden. Bei Ballverlust sind allerdings ebenfalls Kontersituationen denkbar, da die hohe Staffelung Probleme in der Rückverteidigung forciert. Dem Gegner bieten sich bei Ballbesitz das Spiel über die Flügel, als auch eine Formation mit zwei Stürmern (da meist nur ein Sechser) an. Das führt dazu, dass die Mittelfelder gestaffelt verteidigen (4-2-1-3 oder 4-1-2-3) Auch hier besteht ein hoher spielerischer und läuferischer Anspruch an die Außenverteidiger, da die Mittelfelder defensiv eng zusammenziehen, um ein Spiel durch das Zentrum zu unterbinden.

4-1-4-1:
Ebenfalls eine Formation mit Zukunft. Üblicherweise ist der Sechser am Offensivspiel unbeteiligt, der Spielaufbau häufig vertikal über die Außenbahnen. Zwei Zehner im Zentrum bieten optimale Raumaufteilung fürs Gegenpressing, Ballverluste sind somit eine weitere Option, welches das risikoreiche vertikale Spiel legitimiert. Wenn sich allerdings die Zehner nicht gut im Raum bewegen wird das Spiel statisch. Sollten die Zehner jedoch eine gute Raumaufteilung und –bewegung zeigen, werden die gegnerischen Ketten auseinandergezogen. In der Defensive bilden sich zwei Viererketten, welches Doppeln auf den Flügeln ermöglicht. Eine Steuerung des gegnerischen Spielaufbaus ist kaum möglich, jedoch sind sowohl Zentrum als auch Außen ausreichend besetzt. Schwierig wird es nur, wenn der Gegner einen zweiten Stürmer aufbietet oder die Ketten durch Schnittstellenpässe durchbrochen werden, weil die Abstände nicht stimmen.

Auch bei unserem FC wurden in der Hinrunde viele Formationen probiert. Aus dem 4-2-3-1 der Vorsaison wurde ein 4-4-2 und später ein 4-1-4-1, teilweise sogar wieder ein 4-2-3-1. Es wurde deutlich, dass keine der Formationen greift, wenn Laufbereitschaft und taktische Disziplin nicht vorhanden sind und in der letzten Kette die Abstände nicht stimmen. Die Einstellung muss also formationsunabhängig stimmen.

Nice Guys Sankt Pauli //timbo

#timbostaktik3

Dieser Text wurde bereits im ÜS #126 abgedruckt. Den habt ihr natürlich alle gelesen und daher ist der Text ein alter Hut für Euch! Trotzdessen wollten wir den Text noch einmal hier anzeigen, kann ja sein, dass es doch noch Literatur-Banausen unter uns gibt…

Wie funktioniert eigentlich Pressing?

Beim Pressing geht es darum, Druck auf den Gegner zu erzeugen um den Ball zu erobern. Generell werden 4 Arten des Pressing unterschieden: Abwehr-, Mittelfeld-, Angriff- und Gegenpressing. Zusätzlich gibt es auch noch false pressing, welches aber, wie der Name bereits sagt, kein wirkliches, sondern nur ein angetäuschtes pressen ist, um den Gegner zu verunsichern. Hierbei läuft ein Stürmer kurzfristig die Abwehrspieler an, allerdings ohne nachrückendes Spieler. False pressing wird häufig genutzt um das Spiel des Gegners auf eine Seite des Spielfelds zu lenken oder um der eigenen Mannschaft Zeit zum Sortieren zu verschaffen. Beim Abwehrpressing wird ebenfalls versucht den Ball auf eine Seite des Spielfelds zu verlagern. Dann wird weit hinter der Mittellinie eine Überzahl in Ballnähe erzeugt, welches bei guter Ausführung auch gute Aussichten auf einen Ballgewinn mit sich bringt. Der Nachteil ist, dass bei ausbleibendem Ballgewinn aufgrund der Nähe zum eigenen Tor keinerlei Absicherung vorhanden ist. Erfolgreiche Beispiele sind sämtliche unter Jose Mourinho geleiteten Teams, die bei spielerischer Unterlegenheit ihr Heil in dieser Formation suchen. Ein furchtbar hässliches System. Beim Mittelfeldpressing ist eine Absicherung in Form der Abwehrspieler vorhanden. Hierbei werden die Gegenspieler um die Mittellinie herum attackiert und bei Ballgewinn geht es schnell nach vorne, ohne zu viel Risiko einzugehen. Diese Pressing-Art ist sehr fordernd für sämtliche Mannschaftsteile, da die Abstände zwischen den Ketten nicht zu groß werden dürfen. Es gibt mehrere Varianten, die sich vor allem in der Deckungsweise (mann- oder raumorientiert) unterscheiden. Richtig angewendet ist sie äußerst effektiv und verlangt immer eine Reaktion des Gegners. So wurden z.B. neue Positionen erfunden: Zum einen der Achter, der sich vor und hinter der gegnerischen Mittelfeldkette bewegt. Zum anderen die falsche Neun, die sich aus der gegnerischen Abwehrkette löst, wenn sie freie Räume erkennt (Stichwort „Raumdeuter“). Da unterlegene Teams gegen Spitzenteams häufig eine Kombination aus Abwehr- und Mittelfeldpressing wählen, ist die falsche Neun inzwischen zum absoluten Schlüsselspieler einiger Top-Teams geworden (wie z.B. Messi, Müller, Ibrahimovic). Lionel Messi ist auch im Zusammenhang mit Angriffspressing zu nennen, welches der FC Barcelona praktiziert. Diese Art beinhaltet das direkte Anlaufen der gegnerischen Verteidiger bereits am gegnerischen Strafraum. Kurze Zuspiele werden zugestellt, lange Bälle durch Druck auf den Gegenspieler im Ballbesitz verhindert. Es geht nicht um den direkten Ballgewinn, sondern um das Erzwingen eines Fehlpasses. Eine Lehrstunde im Angriffspressing lieferte der FC Barcelona im Halbfinal-Hinspiel der Champions League 14/15 gegen den FC Bayern München. Hierzulande ist vor allem RB Leipzig zu nennen, wenn es um das körperlich megamäßig anstrengende Angriffspressing geht. Die meisten Teams in Liga zwei spielen mit Mittelfeld- und Abwehrpressing (auch wir, aber inziwschen auch partiell Angriffspressing). Wird die Mittelfeldreihe überspielt, dann lässt sich die Mannschaft hinten reinfallen, verliert jedoch die Option auf vielversprechende Konter. Weiterhin sind Ballgewinne im Abwehrpressing auch immer eine Gefahr, da es sofort zum Gegenpressing im eigenen Drittel kommt.


Mittelfeldpressing im 4-2-3-1. Das Zentrum steht dicht, ein Ball auf die Außen wird ‚angeboten‘. Sobald dies geschieht erfolgt das Verschieben der gesamten Mannschaft, die ballferne Seite wird aufgegeben. Bei erfolgreicher Anwendung bleibt nur der Pass nach hinten oder ein riskanter Diagonalball als Option für den ballführenden Spieler.

Das Gegenpressing ist im Grunde auch ein Angriffspressing, jedoch im Gegensatz dazu zeitlich begrenzt. Bei Ballverlust wird direkt wieder gepresst, um den Ball im letzten Drittel zu gewinnen. Wird der Ball gewonnen, ist der Gegner unsortiert, da eine Umstellung von Defensive auf Offensive stattfand. Auch hier gibt es verschiedene Arten der Umsetzung. Das passwegorientierte Gegenpressing wurde unter Pep Guardiola beim FC Barcelona erfolgreich praktiziert. Hierbei werden Passwege in für den Gegner ungünstige Räume bewusst offengelassen um dort zugreifen zu können. Das spielraumorientierte Gegenpressing, das Meistersystem der Dortmunder unter Klopp, ist eine Weiterentwicklung von Guardiolas System und erinnert an eine Treibjagd. Ziel ist es den ballführenden Gegenspieler zu isolieren indem Pass- und Laufwege zugestellt werden. Nach der Isolierung erfolgt der direkte Zugriff mehrerer Spieler, sodass sofort eine Überzahlsituation in Ballnähe entsteht. Beim zugriffsorietiertem Gegenpressing wird der Gegenspieler im Ballbesitz nur so bedrängt, dass er einen Pass spielen muss. Alle anderen Spieler werden in Manndeckung genommen, sodass direkt ein Zweikampf entsteht. Dieses System entwickelte der FC Bayern München als Reaktion auf die erfolgreiche Dortmunder Zeit und dadurch wird auch klar, warum in Arturo Vidal und Javi Martinez zweikampfstarke Spieler auf der Sechs eingesetzt werden.
Allen gemeinsam ist, dass für eine erfolgreiche Anwendung die Raumaufteilung bereits bei eigenem Ballbesitz passen muss. Es müssen sich bei Ballverlust möglichst viele Spieler in Ballnähe befinden. Gegenpressing erfordert eine enorme Laufbereitschaft und die Fähigkeit bei Ballverlust mental sofort umzuschalten. Der Frust der aus eigenem Ballverlust entsteht wird den Spielern teilweise durch psychologische Betreuung abgewöhnt. Ganz allgemein gilt die 5-Sekunden-Regel, die besagt, dass man sich nach fünf Sekunden ohne Ballgewinn in seine eigentliche Defensivformation zurückzieht. Natürlich wird Gegenpressing auch immer situativ angewendet, weshalb diese Regel zeitlich variabel sein kann und auch die verschiedenen Systeme verschmelzen häufig. Als Reaktion auf das Gegenpressing wuchs der Druck auf Innenverteidiger, saubere lange Bälle spielen zu können. Hieraus entstanden Pass-Monster wie Boateng und Hummels. Teilweise spielen Teams ausschließlich mit Gegenpressing. Es geht also nicht primär darum den Ball über Pass-Stafetten nach vorne zu bringen, stattdessen wird ein langer Ball gespielt und direkt das Gegenpressing eingeleitet. Das ist nicht schön anzusehen, aber einige Teams in Liga zwei spielen mit dieser Ausrichtung. Wirkliche Lösungen, um gegen solche Teams zu bestehen wurden noch nicht präsentiert, weshalb Darmstadt weiterhin in der 1.Liga spielt. Aus dem eigentlich defensiven Pressingkonzept ist also inzwischen eine offensive Philosophie erwachsen.
Natürlich klingen die Konzepte des Gegenpressing vielversprechend. Man muss aber bedenken, dass ein Ballgewinn im Gegenpressing eher selten gelingt. Das liegt daran, dass die Konzepte nur funktionieren, wenn es der Gegner nicht schafft den Ball aus der Zone befördern, welches inzwischen die erste Handlung eines Spielers bei eigenem Ballgewinn sein sollte. Weiterhin müssen die entsprechenden Zweikämpfe auch gewonnen bzw. Pässe auch abgefangen werden. Bei dem Aufwand der betrieben wird, scheint Gegenpressing ne ziemliche Misswirtschaft zu sein. Allerdings besteht die Aussicht auf einen Ballgewinn im letzten Drittel gegen einen Gegner im defensiven Umschaltmoment bei eigener Überzahl. Eine Situation die fast zwingend zu einer Torchance führt. Es lohnt sich also.


Passwegorientiertes Gegenpressing des FC Barcelona zu Pep’s Zeiten. Dem ballführenden Spieler werden mehrere Optionen vermeintlich angeboten, während andere im Deckungsschatten der angreifenden Spieler verschwinden.

Nice Guys Sankt Pauli //timbo

Weitere Theorie zum Gegenpressing von:
Spielverlagerung.de
abseits.at

#senfdazu35

FC St. Pauli – Hannover 96 0:0

„Wer möchte Champagner?“ – Jahaa Leute, Schampus für die feinen Kehlen! Da steht meine Freundin S (wir haben uns vorhin zusammen dieses wahrhaft coole Kürzel für ihren Namen überlegt) doch tatsächlich 1 ½ Stunden vorm Anpfiff am Fanladen und trinkt Champagner. Der Bitte von flippa, dass sich alle Nice Guys doch mal wieder reichlich vor Spielstart vor der Gegengerade einfinden, sind wir natürlich nachgekommen. Doch halt, da war doch was?! Richtig, die eigene Tochter. Die verbringt das gesamte (!) Wochenende bei ihren Großeltern. Das führte dann dazu, dass S und ich endlich mal wieder gemeinsam ins Stadion ziehen konnten. Das letzte Mal war eine Ewigkeit her. Nun also auf nen Samstag, nachdem man bereits entspannt ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, erst einmal mit Champagner angestoßen – das Spiel konnte nun wirklich kommen.
Im Stadion dann die alte Leier: flippa der alte Stimmungsfetischist mal wieder mit der tollen Idee sich doch einen Platz bei Ostblock zu suchen. Zwar hatten wir die Eingangstore bereits frühzeitig passiert, aber da oben noch Platz finden mit einer Truppe von sieben Leuten ist dann doch unmöglich. Also wieder auf die angestammten Plätze „Mitte unten“. Kurz vor Anpfiff durften wir dann mit einem echtem Trümmerpärchen Bekanntschaft machen, die vermutlich bis zur letzten Sekunde in der Domschänke ausharrten, damit sie sich noch ordentlich einen reinpfeifen konnten. Wie dem regelmäßigen Leser dieses Hochglanzprodukts bekannt ist, bin ich bezüglich meiner Stehnachbarn sehr eigen. Und die beiden „Stinke-Suffis“ gingen mir fast das gesamte Spiel dermaßen auf die Nerven, sodass ich dem ohnehin eher übersichtlichen Treiben auf dem Platz nicht wirklich die Aufmerksamkeit schenken konnte, wie ich es sonst immer gern tue (unnötig zu erwähnen, dass sie konstant von ‚Pauli‘ sprachen). Nachdem flippa dem Herren bereits eingetrichtert hatte, wie man in diesem Stadion mit dem Ausdruck „Schwuchtel“ umgeht, nutzte ich in der 65.Minute Jaceks Blasenschwäche dreisterweise für einen Platzwechsel. Man, der wurde die letzten Spielminuten intensivst betatscht und vollgesabbelt und vermutlich auch –gesabbert. Sorry Alter, aber ich hielt es nicht mehr aus!

Ich möchte Euch auf neue Statistiken aufmerksam machen und in Zukunft immer mit diesen arbeiten, wenn ich blogge, da sie viel mehr Aussagekraft besitzen, als ein einfaches Torschuss- und Ballbesitzverhältnis. Der niederländische Fußball-Blog 11tegen11 hat vor einiger Zeit angefangen, die Torschüsse bei Spielen zu gewichten und daraus ein „expected Goals“-Wert (xG) berechnet. Dieser gibt sehr viel genauer als das normale Torschussverhältnis die Qualität einer Torchance an. Während bei der üblichen Statistik ein Torschuss aus, sagen wir, 30 Metern, ähnlich in der Statistik zählt, wie ein Torschuss aus zwei Metern, werden die Arten der Torschüsse bei der „expected Goals“-Berechnung unterschiedlich gewichtet. Ein Torschuss aus zwei Metern auf ein leeres Tor erhält dabei einen Wert, der nahe 1 liegt, während ein Torschuss aus 30 Metern nur einen Wert von <0.1 erhält. Diese Werte bilden die statistische Wahrscheinlichkeit, dass aus den Torschüssen auch Tore werden, sehr viel besser ab. Ich garantiere euch, dass ihr diese Werte in weniger als zwei Jahren in jedem Spielbericht von kicker, etc. lesen werdet! 11tegen11 benennt xG-Daten folgendermaßen: „Expected goals are the poster boy of football analytics. Anyone who is not living under a rock and is even remotely interested in football and stats will have been confronted with expected goals in one form or another.” Eine sehr gute Zusammenfassung der xG-Statistik (auf deutsch) bietet Daniel Roßbach auf dem Eiserne Ketten-Blog, mit dem ich mich vorm Union-Spiel über Taktik unterhalten durfte.

Zusätzlich hat 11tegen11 noch „Passmaps“ zu bieten. Diese Daten gehen weit über die übliche Pass-Statistik hinaus und zeigen, welche Spieler sich wie häufig die Bälle zuspielen und wo sich die Spieler hauptsächlich auf dem Spielfeld bewegen. So zeigt sich in den Passmaps des FCSP schon seit Beginn der Rückrunde, dass im Grunde die Mitte des Spielfelds nahezu ungenutzt ist. Das liegt daran, dass die Pressingzonen der Gegner umgangen werden sollen, indem ein konsequent vertikales Spiel über die Außen aufgezogen wird.

Eine weitere Grafik zeigt dann noch eine andere wichtige Statistik an: Wie viele Pässe im letzten Drittel angekommen sind. Diese (very) deep completions sind ein Indikator dafür, wie gut sich ein Team in des Gegners Hälfte zurechtfindet. Nur die Kombination von xG-Werten und den completions zeigen dann letztendlich die Stärke eines Teams an, da gelungene Aktionen ja nicht immer in Torschüssen münden. So hat der FCSP im Heimspiel gegen Union eigentlich gut gespielt, der xG-Wert zeigt jedoch ein 3.1 zu 1.3 für Union an. Das lag daran, dass der FCSP die Chancen nicht zu Torschüssen gebracht hat. Die „very deep completions“, also die angekommenen Pässe im absoluten Gefahrenbereich zeigen ein 13 zu 5 für den FCSP. Beide Werte zusammen (xG und die angekommenen Pässe) zeigen dann ein ausgeglichenes Spiel, welches es letztlich auch war.

Nennt mich verrückt oder einen Nerd, aber für mich sind diese Daten das aussagekräftigste was die Statistik im Fußball momentan zu bieten hat!

Die Daten für das Hannover-Spiel sind aber leider noch nicht verfügbar, ich vermute, dass 11tegen11 wegen meines penetranten Nachfragens auf Twitter mich noch ein wenig zappeln lassen möchte. Allerdings hat unser Video-Analyst Andrew Meredith gerade auch nach den Daten gefragt, es sollte sich also nur noch um Stunden handeln. Ich melde mich dann wieder…
So, jetzt sind die Daten da und ich kann mich (leider nur kurz) dazu auslassen. War ja klar, dass die Daten dieses erste Mal, wo ich Euch die präsentieren möchte, nicht wirklich besonders sind, weil das Spiel so ausgeglichen war. Trotzdem: Wie man an den xG-Werten sehen kann, hat Hannover bis zur 80.Minute kaum stattgefunden, allerdings haben auch wir nicht wirklich viel zustande gebracht. Ein xG-Wert von knapp über 1 für beide Teams ist nicht sonderlich hoch. Die größten Chancen hatten nach den xG-Werten Thy in der 72. und Harnik in der 83.Minute. Der Pfostenschuss von Bouhaddouz fällt dabei nicht so sehr ins Gewicht, da der Winkel recht ungünstig war. Die completions zeigen ebenfalls eine ausgeglichene Partie mit 9 zu 12 very deep completions. Interessant auch das Passmuster, welches eine halbwegs verwaiste Mitte zeigt und eine Konzentrierung der offensiven Spieler im Zentrum. Alles in allem zeigen die Statistiken, dass das Unentschieden schon vollkommen in Ordnung geht, wobei Hannover erst in den letzten Minuten aufkam.
Unabhängig von diesen Statistiken ist ein Muster in unserem Spiel erkennbar. Sowohl gegen Hannover, als auch gegen Dresden und Karlsruhe kommen wir aus der Halbzeit und fahren die ersten 20 Minuten Angriffspressing. Das hat in allen drei Fällen gut funktioniert, aber gegen Hannover wollte kein Tor fallen. Gegen Dresden fällt das 2-0 und gegen den KSC machen wir in dieser Phase sogar drei Buden. Dieses Mal haben wir nicht getroffen und hinten raus fehlte uns ziemlich die Luft, weshalb Hannover zu einigen Abschlüssen kam. Nicht verwunderlich, Hannover hat bereits satte 18 Tore in der Schlussviertelstunde erzielt, davon vier in der Nachspielzeit. Wenn man sich dann in den ersten zwanzig Minuten der 2.Hälfte auspowert und nicht trifft, dann darf man sich nicht beschweren, wenn man verliert.

Nachm Spiel dann der übliche Weg zum Clubheim. Mein leises Bitten doch endlich mal in die Weinbar in der Gegengerade nach Schlusspfiff zu schlendern, wurde ignoriert. Nachdem D. uns im weiteren Verlauf des Abends von den Vorzügen dieses Etablissements erzählte („Digger Alder ey, Rum-Cola nur 5 Euro!“), werden wir das nachm nächsten Heimspiel definitiv mal auschecken. Stattdessen aber das Clubheim. Als dann auch das letzte Mitglied der heutigen Nice Guys-Fraktion aufgetaucht war (die Dame hing zwischen Hannover und Celle in der Bahn fest und verpasste den Anpfiff deshalb nur „gaaanz knapp“ um etwa 3 Stunden), entschied sich der Mob für den „Zoo“, da O. an den Plattentellern Gas gab. Mit im Schlepptau ein Hannover-Fan, seines Zeichens Jaceks Onkel. Der doch sehr öffentlich getragene Schal führte im „Zoo“ zu einigen Kommentaren, also wurde der Schal dann etwas defensiver getragen. Es gab wohl nach dem Spiel etwas Ärger mit Niedersachsen an der Feldstraße. Vertragt Euch, Leute!

Mein persönliches Highlight ereignete sich kurz nach Abpfiff, als der aus dem Gästeblock allseits beliebte Gesang „Scheiß St.Pauli“ im ganzen Stadion übernommen wurde. Selten so gelacht! Mich freut es jedes Mal, wenn wir den gegnerischen Fans durch solche Aktionen auf die Stumpfheit ihrer Gesänge aufmerksam machen. Schade finde ich es dann, wenn Teile unserer Fanszene die gleiche Art Gesang in Richtung Hannover-Fans loslassen. Das nimmt dem Ganzen den Spaß und stellt uns auf eine Stufe mit den Stumpf-IchfinddichScheiße-sorichtigSchschschScheiße-Gesang-Fan. Jetzt wo ich die Zeilen schreibe fällt mir auf, dass ich mich schon einmal dazu geäußert habe und zwar beim Auswärtsspiel in Hannover (#senfdazu25). Klar, es ist der kleine hsv und ich finde den Verein und Großteile der Fanszene auch nicht sonderlich, aber ich dachte immer, dass wir es besser können, als einfach ebenfalls zu verunglimpfen.
Dass es auch Hannover-Anhänger gibt (zufällig der gleiche, der später mit uns im „Zoo“ abgammelte), die mit ihrem Hirn noch ein wenig mehr Wörter als „Scheiße“ und „St.Pauli“ zusammenbasteln konnten, zeigte ein Banner in der 51.Minute (siehe Foto). Gerade der patriarchisch herrschende 96-Sonnenkönig Martin Kind wirbt ja recht offensiv für die Öffnung der Vereine für Investoren. Schön und wichtig, dass die Fanszene da nicht jeden Scheiß mitmachen will und schade, dass Martin Kind gar nicht im Stadion war. Und selbst wenn, so interessieren ihn die Belange der aktiven Fanszene nicht nur wenig, sondern sind ihm eher ein Dorn im Auge. Ich erinnere mich an die Schließung des 96-Fanprojekts und verschiedenste repressive Maßnahmen gegen 96-Fans. Wichtig und richtig also diese Aktion!

Nachdem wir im „Zoo“ dann einen Tisch für uns hatten und mit viel Bier nebenbei ein wenig Erstliga-Fußball schauen konnten, der aber zumindest im 18.30-Spiel nicht wirklich wie Erstliga-Fußball aussah, popelte ich Lothar Matthäus, der aus meinem Bauch erwuchs, noch ein wenig in der Nase.

Man, es war Zeit nach Hause zu fahren! Oder vielleicht hätten wir lieber gehen sollen, da Jacek noch unliebsame, aber glücklicherweise verletzungsfreie, Bekanntschaft mit einer Motorhaube machte. Holla, der wurde vielleicht abgeräumt! Kaum zu glauben, dass da nix passiert ist. Der Dönermann unseres Vertrauens brachte unsere Adrenalin-Pegel dann mit nem Döner und Ayran/Bier wieder auf Normal-Niveau. Zuhause dann noch die Wiederholung von Mailand-SanRemo. Scheiße Sport, ich liebe dich! Immerhin versüßt mir das die Länderspielpause! So, und jetzt ist der Roman vorbei, ich muss nämlich eigentlich arbeiten an diesem Sonntag.

Nice Guys Sankt Pauli //timbo

Bilder:
Stefan Groenveld

Texte:
Admit nothing: Eiswürfel dazu?

#senfdazu34

FC St. Pauli – 1. FC Union Berlin 1:2

Jo. Zwar war nicht zu erahnen wie, aber das Union bei uns einen Dreier holt, hielt ich für sehr wahrscheinlich. Die hatten nämlich schon vor dem Auftritt gestern vier Siege in Folge im Gepäck. Wir sollten uns mit der Bilanz der letzte Spiele ebenfalls nicht verstecken, aber die Berliner sind zurecht irgendwo da oben unterwegs und wir irgendwo da unten. Ansonsten war das gestern eine gemütliche Freitagabend-Stimmung – bisschen Rauch, bisschen Spannung, bisschen Bier.

Weit vor dem Anpfiff überkommt es mich. Gegen 13 Uhr im Büro am Kopierer stehend, blubbern die Endorphine über, sodass ich mich schütteln muss. Ich erinnere mich an die Vorfreude als kleiner Junge, wenn zeitnah der Besuch im Stadion anstand. Diese positive Aufregung! Die Vorstellung, dass in wenigen Stunden das satte Grün und das strahlende Flutlicht in meinen Augen glänzen, lässt mich nicht mehr los. An Arbeit war dann kaum noch zu denken. Sogar bei den Buchmachern lagen wir vorn. Da musste doch was dran sein! Nicht ahnend, dass wir heute noch zweimal in die Showkiste mit der Aufschrift „Kacktor“ greifen, durchzuckte mich Euphorie für den Rest des Tages.

Die ersten 15 Minuten hätten meinetwegen auch im Rauch der Süd bleiben können. Zwar war das Spiel schnell, aber wirklich hochklassig wirkte das auf dem Rasen nicht. Wenn ich mich mehr mit Taktiken beschäftigen würde, dann könnte ich das jetzt bestimmt weniger platt abtippen und die folgende Aussage – wir rannten sehr viel hinterher – mit den passenden Hintergründen belegen. Will ich aber nicht, soll timbo machen. Union war einfach in den meisten Bereichen überlegen. So ist zwar das Tor verhinderbar (Polter schlägt mit seiner vernichtenden Bauernhaftigkeit zu), aber eine Pausenführung durchaus verdient. Möller Daehli ist als einziger Spieler zu nennen, der den Unionern Probleme bereitete. Ansonsten war da einfach nicht viel drin.

Halbzeit zwei versetzt einen direkt nach Anpfiff mit der Droge Hoffnung in einen kurzen Rausch (nachdem Dudziak frei durch ist und verzieht), bevor sich der Killer des Abends in Form von Kacktor Nummer zwei präsentiert. Es gibt einfach Spiele, in denen man sich sowas einfängt. Mangelnde Leidenschaft und Kampfgeist brauchen wir uns dann nicht vorwerfen lassen. Es wirkte auf mich letztlich leider nie so, dass noch was drin ist. Trotzdem hätte ich nichts gegen die Bierdusche nach einem Treffer von Thy in der Nachspielzeit gehabt.

Bier. Was für eine schöne Überleitung. Dafür, dass timbo in #senfdazu32 das Fehlen heiterer Suffgeschichten bemängelte, hat er sechs Stunden nach Abpfiff einen 30.Geburtstag mit ziemlich lustiger Schlagseite in Richtung Altona verlassen. Die gesamte Nice Guys Truppe aus dem Stadion sammelte sich nach dem Spiel, um eben diesen Geburtstag zu besuchen. Die schlechte Musikauswahl wurde mit gnadenloser Tanzwut ignoriert. Scheinbar aufgrund von zu viel getrunkener Limonade angetüddelt, habe ich Luftballons und Blumen des Geburtstagskindes für den Heimweg entwendet. Zumindest strahlten die mich grad mit vernichtender Gleichgültigkeit (wie es nur Gegenstände können), vom Küchentisch aus, an. Warum mein Bio-Rythmus mich nach so einer Nacht schon um diese Uhrzeit aus dem Bett holt, wird sich mir auch nie erschließen.

Nächsten Samstag empfangen wir mit Hannover noch so ein starkes Team wie das aus Berlin. Auch gegen die kann man Zuhause verlieren. Glücklicherweise haben wir schon ein paar Punkte gesammelt in der Rückrunde. Mit Blick auf das Spiel in Aue wären weitere Punkte aber gar nicht schlecht, um dort nicht den Druck eines Pflichtdreiers zu haben. Wobei, den haben wir sowieso. Ich denke, mit der Kombination aus Daehli, Sahin, Sobota und Bouhaddouz, ist so ein Dreier gegen jeden kommenden Gegner drin. Gegen den kleinen hsv gewinnen, nachdem sich zu Martin Kind mit Horst Heldt ein weiterer großer Sympath der deutschen Fußballprominenz gesellt hat, wäre einfach zu schön. Jetzt geht die Euphorie schon wieder los…

Bis dahin koche ich mal einen Kaffee und bringe das Geschenk zurück.

Nice Guys Sankt Pauli //flippa

Weitere Texte:
Stefan Groenveld-Blog: Zu stark
SouthEndScum: Heads up!
BeebleBlox: Ausgerutscht
Übersteiger-Blog: 24.Spieltag (H) – 1.FC Union Berlin